Saison 2015/2016 zu Ende

Mit dem Finalspiel der diesjährigen Playoff-Serie endete eine weitere Saison der Thurgauer Hobby Liga (THL). Auch in diesem Jahr kämpften Teams aus der ganzen Ostschweiz um die heissbegehrte THL-Trophäe.

 Bereits vor 20 Jahren gründeten einige Hockeybegeisterte die Plauschliga. Seither ist die Organisation mehr und mehr zum Spitzenreiter der Plauschhockeyszene in der Ostschweiz avanciert und erfreut sich grosser Beliebtheit. Die Thurgauer Hobbyliga ist eine Plattform für Enthusiasten des Hockeysports jeglichen Alters und Vorgeschichte. Sowohl ehemalige aktive Hockeyspieler, aber auch Quereinsteiger aus anderen Sportarten versuchen sich im schnellen Spiel auf der rutschigen Unterlage. Dabei duellieren sich die Mannschaften in drei verschiedenen Stärkeklassen.

Nun war der Abend gekommen, auf den alle Hobbychnebler hingefiebert hatten. Mit dem letzten Spiel der Finalserie zwischen den Vipers aus Weinfelden und den Sittertaler Beavers zündete die Plauschliga ein letztes Feuerwerk vor der wohlverdienten Sommerpause. Die Affiche zwischen den beiden langjährigen THL-Teams versprach so einiges und so fanden zahlreiche Schaulustige den Weg in die Eishalle in Romanshorn. Dem Betrachter wurde jedoch schnell klar, dass die Teams nicht nur zum Spass angereist waren. „Es macht viel Freude, in einer Liga plauschmässig Hockey zu betreiben, dabei aber den Wettbewerbsgedanken und den Ehrgeiz nicht aussen vorzulassen“, so der 32-jährige Captain des Titelverteidigers Sittertal, Hansruedi Brühlmann, vor dem Spiel. Es ginge schlussendlich immer noch darum, das Spiel zu gewinnen. Trotzdem schätze er die Kollegschaft innerhalb und ausserhalb der Teams. Man kenne sich schliesslich schon sehr lange und enge Freundschaften haben sich entwickelt. Auch der 37- jährige Matthias Graf von den Vipers aus Weinfelden schätzt die Möglichkeit, welche ihm die THL bietet. „Als Junior des SC Weinfelden und EHC Frauenfeld nahm das Hockey sehr viel Zeit in Anspruch und liess wenig Platz für anderes.“ Mit der THL habe er nun aber die ideale Lösung gefunden, weiterhin Hockey zu spielen.

Unter den Augen der zahlreichen Zuschauern startete das dritte und somit entscheidende Spiel der Finalserie und die angereisten Fans kamen sofort in den Genuss von schneller und unterhaltsamer Hockeykunst. Die meisten der Besucher waren selbst angehörige einer Plauschmannschaft oder Freunde der Spieler und hatten so ihren ganz speziellen Bezug zur Darbietung auf dem Eis. Obwohl die Fans des HC Sittertal mehr Grund zur Freude hatten, ihr Team führte zur ersten Pause bereits mit 2:0, war die Stimmung auf den Rängen ausgelassen und friedlich. Man spürt die Leidenschaft für diesen Sport bei allen Beteiligten.

Ligapräsident Sacha Stadler zieht derweil ein gelungenes Fazit der 20. THL Saison. „Wir haben zurzeit eine gute Grösse und stellen fest, dass die Mannschaften immer ausgeglichener werden.“ „Die 16 Teams duellieren sich in allen Stärkeklassen grösstenteils auf Augenhöhe und somit kommt es immer wieder zu spannenden Begegnungen.“ Dabei  verzeichne er sowohl bei den Zuschauern, als auch bei den Spielern einen regen Zulauf.

Unterdessen läuft das letzte Drittel im Finalspiel und die Mannschaften kämpfen weiterhin unerbittlich um den Meistertitel.Im zweiten Drittel fielen zwar keine Treffer, doch der Spannung und Stimmung tat dies keinen Abbruch. Für beide Mannschaften ist noch alles möglich. Die Sittertaler lenken die Partie jedoch zu Beginn des letzten Abschnittes in Richtung Titelverteidigung. Dem Tor zum 3:0 ging eine wunderschöne Kombination voran welche einmal mehr zeigte, dass zwar Hobbyliga drauf steht, die THL aber vielmehr zu bieten hat. Langsam aber sicher konnten die Anhänger der Sittertaler Beavers das Bier kalt stellen, denn in der 10. Spielminute im letzten Drittel erhöhte ihr Team auf 4:0 und knapp zwei Minuten später auf 5:0. Die Partie war entschieden und der Jubel der Sieger nach dem Schlusspfiff ausgelassen.

Auch wenn die Akteure allesamt Hobby-Chnebler sind – gefeiert wird wie bei den Grossen.